EU-Heimtierausweis

Im Jahre 2004 wurde EU-weit der neue Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen eingeführt. Nur mit diesem EU-Heimtierausweis ist seit Ende der Übergangszeit, also seit Oktober 2005, eine Reise ins Ausland möglich. Der EU- Heimtierausweis darf nur von einem Tierarzt/einer Tierärztin ausgestellt oder geändert werden, der Besitzer darf die Eintragungen nicht verändern, nicht einmal bei einem Besitzer- oder Wohnsitzwechsel.

Es gibt immer wieder Schwierigkeiten, wenn Tierbesitzer sich nicht rechtzeitig über die speziellen Anforderungen zur Einreise in bestimmte Länder informieren. Ein Einreiseverbot, eine Quarantäne über einen Zeitraum von sechs Monaten oder im ungünstigsten Fall die Tötung des Tieres können die Folge sein. Sich vorher über Einreisebestimmungen und über den EU-Heimtierausweis zu informieren ist Pflicht des Tierhalters. Dazu gehört es, sich vor der Reise unbedingt bei einem Tierarzt/einer Tierärztin oder beim zuständigen Veterinäramt über spezielle Bestimmungen und Vorsorgemaßnahmen zu exotischen Krankheiten zu erkundigen. Ein Teil der EU-Länder fordern auch eine Wurmkur, verbieten die Einreise bestimmter Rassen oder haben Vorschriften für das Reisen mit Welpen. Mit der Einführung des EU-Heimtierausweises hat sich für den Tierbesitzer der Transfer innerhalb der EU generell vereinfacht.

Neben den Daten zum Tier und seinem Besitzer muss der blaue Pass mit gelbem Sternenkranz als EU-Heimtierausweis dokumentieren, dass das Tier über einen aktuellen Impfschutz gegen Tollwut verfügt. Erst dann darf das Tier auf Reisen innerhalb der EU gehen.

Sonderregelungen im Rahmen des EU-Heimtierausweises gelten für Welpen, für Hunde und Katzen, die unter drei Monate alt sind und noch nicht gegen Tollwut geimpft werden. Im Einzelfall muss man sich je nach Reiseland über die aktuellen Bestimmungen bzw. über das Ausstellen von zusätzlichen Erklärungen informieren.

Für einige Länder reicht ein EU-Heimtierausweis nicht aus, da für die nächsten 5 Jahre noch „zusätzliche Regeln” gelten. Zu diesen Ländern zählen: Irland, Großbritannien und Schweden, sowie Norwegen. Außerdem ist für eine Wiedereinreise in die EU die Erfüllung weiterer Formalitäten erforderlich.

Für Drittländer außerhalb des Geltungsbereichs des EU-Heimtierausweises gelten weiterhin die eigenen länderspezifischen unterschiedlichen Bestimmungen, die für die Einreise erfüllt werde müssen. Notwendige amtstierärztliche Gesundheits- und Impfbescheinigungen sowie Transportzeugnisse werden jeweils vom regionalen Veterinäramt ausgestellt. Da sich ständig Änderungen in den Bestimmungen der einzelnen Länder ergeben können, besteht für den Tierhalter die übliche Informationspflicht.

Was ist im EU-Heimtierausweis eingetragen?