Der Umgang mit Fundtieren

Vorab gilt: Schwer oder sogar lebensbedrohlich verletzte Tiere sind sofort einem Tierarzt vorzustellen, der dann über das weitere Vorgehen entscheidet.

Im Umgang mit wilden und/oder verletzten Tieren ist vor allem Anderen auf einen ausreichenden Selbstschutz zu achten, da man mit aggressivem Verhalten aus Angst oder vor Schmerzen rechnen muss!



Ansonsten kann man Fundtiere in zwei große Gruppen einteilen:

Wildtiere sind nicht an den Umgang mit Menschen gewöhnt und empfinden daher Annäherungsversuche als Bedrohung und reagieren mit Fluchtversuchen oder Angriffen. Daher ist vor allem auf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu achten, die bei den einzelnen Tiergruppen näher erläutert werden.

Da Wildtiere keinen Besitzer haben, der eventuelle Behandlungskosten übernehmen könnte, und Tierärzte laut Gebührenordnung keine Gratis-Behandlungen durchführen dürfen, ist bei Wildtieren immer derjenige zahlungspflichtig, der das Tier zum Tierarzt bringt. Eine Ausnahme gilt nur bei Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen, hier ist der Jagdpächter zahlungspflichtig. In diesen Fällen sollte man, außer bei Unfällen und sehr schweren Verletzungen, zuerst versuchen, Kontakt mit dem Jagdpächter oder Förster aufzunehmen, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Im Landkreis Cuxhaven gibt es zur Zeit keine Tollwut, diese Situation kann sich allerdings jederzeit ändern.