Reisekrankheiten

In den letzten Jahren nehmen immer Menschen ihre Hunde, teilweise auch Katzen, mit in den Urlaub in südeuropäische Länder oder sogar ins außereuropäische Ausland, sei es, weil die Tiere nicht alleine bleiben mögen oder, weil man in warmen Ländern überwintern möchte. Außerdem bringen Tierschutzvereine oder Privatleute herrenlose Tiere mit nach Deutschland, um sie hier zu vermitteln. Daurch werden wir mit Krankheiten konfrontiert, die hier sonst nicht heimisch sind und die bis vor einigen Jahren noch als exotisch galten. Alle diese Erkrankungen haben gemeinsam, dass sie durch tierische Überträger, sogenannte Vektoren, übertragen werden, meist Zecken oder Mücken, die bei uns nicht vorkommen. Daher können diese Erkrankungen hier nicht fußfassen, sondern werden immer nur von Urlaubsrückkehrern oder Importtieren mitgebracht.

Zu den Reisekrankheiten gehören:

Zur Vorbeugung sollte man möglichst verhindern, dass sich die Überträger den Wirtstieren überhaupt nähern. Die einzige Möglichkeit der Abwehr besteht momentan im Einsatz von Permethrinhaltigen Halsbändern und Spot-ons, die allerdings bei Katzen nicht verwendet werden dürfen, da Permethrin toxish für Katzen ist und es zu Vergiftungen mit tödlichem Ausgang kommen kann. Außerdem sollte man nächtliche Spaziergänge in Gebieten vermeiden, in denen es hohe Sandmückenpopulationen gibt, und das Absammeln von Zecken bleibt weiterhin unerlässlich.

Auch die beste Vorbeugung kann keinen hundertprozentigen Schutz garantieren, und bei Importtieren ist ja sowieso keine Prophylaxe möglich. Suchen Sie daher umgehend Ihren Tierarzt auf, wenn Sie in den Wochen nach der (Wieder-)Einreise nach Deutschland bei Ihrem Tier verdächtige Krankheitsanzeichen feststellen, denn je früher die Behandlung einsetzt, um so größer sind die Heilungschancen! Ihr Tierarzt wird eine Blutuntersuchung vornehmen und je nach Befund die geeignete Therapie einleiten. Da die Symptome einer Reisekrankheit jedoch nicht nur in den ersten Wochen auftreten könenn, sondern unter Umständen auch erst sehr viel später, empfiehlt sich eine zusätzliche Blutuntersuchung nach etwa 5 - 6 Monaten. Dies gilt für allem für Tiere, die sich in einem Land aufgehalten haben, in dem ein Infektionsrisiko mit Herzwürmern besteht, oder die von dort importiert wurden.

Die veterinärmedizinische Untersuchungslabors bieten sogenannte Reiseprofile an, bei denen bei entsprechender Anforderung auf alle Reisekrankheiten unterucht wird, man kann aber auch alle Untersuchungen einzeln anfordern.